Was ist Nikotin?

Nikotin ist ein Alkaloid. Alkaloide sind Stoffe, die auf den menschlichen und auch den tierischen Organismus wirken. Diese Verbindungen kommen in der Natur vor. Nikotin, oder auch Nicotin ist ein Alkaloid, welches in der Tabakpflanze vorkommt. Außerdem kann es in geringen Mengen auch in anderen Nachtschattengewächsen auftauchen. Eine Tabakpflanze besteht zu rund fünf Prozent aus dieser Substanz. Bei Zimmertemperatur ist Nikotin eine farblose, Öl-ähnliche und wasserlösliche Flüssigkeit, die sind aber an der Luft nach kurzer Zeit bräunlich färbt.

Wie entsteht Nikotin?

Nikotin entsteht während des Vorgangs der Reifung einer Tabakpflanze in ihren Wurzeln und im Prozess der Reifung dieser Pflanze wandert es in die Blätter. Die Tabak Blätter werden später zu Tabak verarbeitet. Eigentlich unterstützt die Substanz das Abwehrsystem der Tabakpflanze. Vor allem in den Blättern dient es zur Abwehr von Schadinsekten und ist sozusagen auch ein natürliches Insekten Gift.

Wie wirkt Nikotin?

Es gibt verschiedene Wege, wie es in den Organismus gelingen kann. Wenn es durch Tabakrauch aufgenommen wird, kommt es zwischen 10 und 20 Sekunden im Gehirn an. Im Gehirn angekommen wirkt das Nikotin stimulierend. Des Weiteren fördert das Inhalieren die Ausschüttung von Adrenalin, Dopamin und Serotonin. Für kurze Zeit wird nach dem Konsum der Herzschlag beschleunigt und die Blutgefäße verengen sich. Das bedeutet auch der Blutdruck steigt, dadurch kommt es zu leichtem Schwitzen um die Hauttemperatur abzusenken.

Nikotin hat zudem noch Auswirkungen auf die psychomotorischen Fähigkeiten. Dies zeigt sich durch die, jedoch kurze, Steigerung der Aufmerksamkeits- und Gedächtnisleistungen. Es verringert außerdem noch den Appetit und die Magensaftproduktion wird angeregt, wodurch sich auch die Darmtätigkeit steigert. In manchen Fällen kann es nach regelmäßigem Konsum und anschließendem Ausbleiben zu Entzugserscheinungen, Kopfschmerzen und Ängsten kommen.

Ist Nikotin giftig?

Die Substanz kann in hoher Dosierung sehr giftig sein, da sie in hoher Konzentration das vegetative Nervensystem blockiert. Für einen Menschen ist eine Menge von 0.06 g purem Nikotin definitiv tödlich. In geringeren Mengen, auch über längere Zeiträume konsumiert, schafft es nur geringe chronische Schädigungen des Organismus.

Macht Nikotin abhängig?

Meist wird es als Auslöser von Zigaretten Sucht angesehen. Dies ist aber nicht komplett korrekt. Nikotin ist in jedem Fall mit beteiligt am Suchtpotenzial einer Zigarette, aber auch die anderen in Zigaretten enthaltenen Stoffe tragen zur Sucht bei. Die Verbindung von Nikotin mit den anderen Stoffen ist der Auslöser zur Sucht. Studien haben erforscht, dass nur wenig Suchtpotenzial bei purem Nikotin besteht.

Nikotin Forschungen

Nikotin ist bei dem Großteil der Menschen als Inhaltsstoff in Tabak oder E-Zigaretten Liquid bekannt. Außerdem kennen es viele durch Nikotinpflaster oder Nikotin Kaugummis zur Rauchentwöhnung. Dennoch gibt es schon seit einigen Jahren Forschungen im Bereich des Nikotins als Medikament und Heilmittel. Damit ist reines und pures Nikotin gemeint. Ausgelöst wurde diese Forschungsrichtung durch die Erkenntnis, dass viele Raucher nach dem Konsum von Nikotin eine klarer denkende und fokussiertere Verhaltensweise aufgezeigt haben. Mentale Aufgaben und Problemlösungen konnten schneller gelöst und gefunden werden. Nach einigen Tests und Versuchen kam man tatsächlich zum Ergebnis, dass Nikotin die Aufmerksamkeit und Geschwindigkeit bei Problemlösungen erhöht. Dies bezieht sich aber in der Tat nur auf die Geschwindigkeit, nicht die Richtigkeit der Ergebnisse.

Gesundheitliche Erleichterung durch Nikotin

Auch eine Studie in Washington ist zum Ergebnis gekommen, dass Nikotin nicht nur als Genussmittel in Zigaretten dienen kann. Hier wurden Patienten mit schweren neurologischen Leiden, wie beispielsweise die Alzheimer Krankheit, Parkinson oder das Tourette Syndrom mit Nikotinpflastern behandelt. Bei den Tests haben die Teilnehmer durch die Behandlung mit Nikotin Erleichterung erfahren. Zum Beispiel verstärkt Nikotin beim Tourette Syndrom die Wirkung der Medikamente, wodurch die Dosis reduziert werden kann. Die Medikation, welche bei Tourette meist verschrieben wird, hat eine einschläfernde Wirkung auf den Konsument. Durch Nikotin und die verstärkende Wirkung der Medikamente ist der Patient weniger müde.

Eine weitere amerikanische Forschung in Nashville hat ältere Menschen mit verschlechtertem Gedächtnis untersucht. Es wurden 74 ältere Personen sechs Monate lang mit Pflastern behandelt. Einige der Teilnehmer hatten täglich ein nikotinhaltiges Pflaster, andere unbewusst ein Pflaster ohne Nikotin bekommen. Die Gedächtnistests haben gezeigt, dass sich bei den Patienten mit Nikotinpflaster das Kurzzeitgedächtnis erheblich verbessert hat. Bei den Patienten mit Pflastern ohne Nikotin hat es sich nicht verbessert. Die teilnehmenden Personen mit Nikotin haben weniger Wörter vergessen und hatten eine kürzere Reaktionszeit.

Fazit

Insgesamt gesehen kann man die Studien als tolle Entdeckung bezeichnen. Ältere Menschen können beispielsweise durch Nikotin ihr räumliches Gedächtnis bei der Bilderkennung verbessern oder es hat sich auch gezeigt, dass mögliche bestehende Ängste der Patienten unter dem Einfluss von Nikotin weniger ausgeprägt waren. Bei Menschen mit neurologischen Krankheiten kann Nikotin auch vorteilhafte Wirkungen zeigen. Hierbei sollte jede Möglichkeit zur Schmerz oder Beschwerden Verminderung in Betracht gezogen werden. Möglicherweise besteht in dieser Richtung der Medizin großes Potenzial zur Behandlung oder Heilung mit Nikotin. Vielleicht verbirgt sich hinter diesem. derzeit noch eher unerforschtem Gebiet, eine neue großartige Entdeckung in der Medizin.

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